Taubenplage - was kann und darf ich tun?


Sollte sich ein Taubenbefall zu einer ausgewachsenen Taubenplage entwickeln, gilt es zuallererst, die Ruhe zu bewahren. Auch wenn Federn, Fäkalien und die ständige Lärmbelästigung einen Hausbesitzer in den Wahnsinn treiben können, ergeben Kurzschlussreaktionen zumeist keine sehr effektiven Abwehrmethoden: Das Feuer auf die Vögel zu eröffnen oder Gift auszustreuen verringert zwar die Population um einige wenige Tiere, verschafft aber eher dem Anwender Genugtuung, als eine wirkliche Lösung seines Taubenproblems herbeizuführen – obendrein sind derartige Methoden laut Tierschutzgesetz illegal. Um der Taubenplage Herr zu werden, sind vielmehr langfristige Lösungen gefragt, welche die Tauben effektiv vergrämen.

Eine Taubenplage kann viele Ursachen haben: Ein Überangebot an Nahrung, günstige Nistgelegenheiten oder ein zentraler, geschützt gelegener Ruheplatz locken Tauben in Scharen an. Dabei muss die Ursache nicht einmal in direkter Nähe des befallenen Objektes liegen – in den meisten Fällen ist eine Taubenplage einfach das Ergebnis ungünstiger Umstände und der Entscheidungsfindung innerhalb eines Taubenschwarms. Tauben sind Schwarmtiere und besitzen eine deutlich ausgeprägte Rangordnung innerhalb der Gruppe. Sollte ein rangniedrigeres Mitglied des Schwarms jedoch Nahrung oder einen guten Nistplatz erspähen, ändert sich die Rangordnung für kurze Zeit und der Entdecker führt den Schwarm zu dem neu entdeckten Gebiet.

Taubenplage - Abhilfe, schnell und effektiv

Da eine Taubenplage fast überall und sehr schnell entstehen kann, müssen die ersten Gegenmaßnahmen entsprechend einfach und effektiv ausfallen. Ein ausgeklügeltes Elektrosystem z. B. hält die Tauben zwar auf lange Sicht fern, kann jedoch erst nach einer geraumen Weile in Betrieb genommen werden. Gute erste Abwehrmaßnahmen sind unter anderem:

  • Das Verscheuchen der Tauben, so schlicht es sich anhört – vor allem dann, wenn die automatisierten Abwehrmaßnahmen noch nicht aktiv sind. Effektive Ersthilfe gegen eine Taubenplage sind das kräftige Zusammenschlagen zweier Holzbretter und der Einsatz leistungsstarker Wasserpistolen oder eines Gartenschlauchs.
  • Glitzernde und bewegliche Gegenstände wie z. B. im Wind schwingende Aluminiumstreifen oder aufgehängte CDs schaffen für die ersten Wochen Ruhe. Die Position der Windspiele muss allerdings regelmäßig geändert werden, da sich die Tauben sonst zu schnell an den fremden Anblick gewöhnen. Gleiches gilt für Plastikraben, auch Taubenschreck genannt.
  • Katzen können Taubenplagen zuverlässig eindämmen. Ein Gebiet, welches von einem effektiven Raubtier bejagt wird, ist für die Tauben unattraktiv und wird gemieden.

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Generell sind bei einer echten Taubenplage großflächige Lösungen vorzuziehen. Während man die ersten Gegenmaßnahmen in die Tat umsetzt, sollte man bereits umfangreiche Maßnahmen zur dauerhaften Taubenabwehr planen: Balkone sollten mit einem Netz gesichert, Dächer und Vorsprünge mit Taubenspikes oder glatten Winkelsystemen, auf denen die Tauben keinen Halt finden, versehen werden. Draht- oder Elektrosysteme verhindern auf großer Fläche das Landen oder gar Nisten von Tauben. Um ein großflächiges Konzept zur Taubenabwehr zu entwickeln, sollte ein professioneller Schädlingsbekämpfer hinzugezogen werden. Dieser kann genau auf die jeweiligen örtlichen Gegebenheiten abgestimmte Taubenabwehrsysteme empfehlen und installieren.

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